Schatten des Dschungels

Geschrieben von Katja Brandis und Hans-Peter Ziemek
414 Seiten
Erstmals 2012 erschienen im Beltz & Gelberg Verlag 
Taschenbuch: 9,95 €

Klappentext:
„Zählen ein paar Menschenleben, wenn du die ganze Welt retten kannst?
Die Welt im Jahr 2025. Für die leidenschaftliche Naturschützerin Cat geht ein Traum in Erfüllung, als sie an einem Artenschutzprojekt im Regenwald von Guyana teilnehmen darf. Zumal auch Falk dabei ist, Cats große Liebe. In den Wäldern Guyanas erwartet Cat und Falk einer der letzten unberührten Lebensräume der Erde, eine fremde, faszinierende Wildnis. Aber auch hier planen Konzerne bereits die rücksichtslose Zerstörung. Cat ist wütend und hilflos – bis Falk ihr gesteht, warum er wirklich in Guyana ist: Es gibt einen letzten, radikalen Weg, um die Vernichtung der Wälder aufzuhalten. Plötzlich steht Cat vor der schwersten Entscheidung ihres Lebens: Soll sie bei Falks gefährlichen Plänen mitmachen oder muss sie ihn aufhalten?“

Meine Meinung:
Das Buch „Schatten des Dschungels“ hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil war nicht eintönig, allerdings auch nicht extravagant. Die Personen sind sehr gut ausgearbeitet und es gab nie eine Stelle, bei der ich nicht mehr so ganz mitkam.
Durch dieses, wie ich finde, grandiose Buch konnte ich eine Menge Dinge über den Dschungel und seine Geschichte lernen – mehr als im Erdkunde-Unterricht.
Da das Buch einige Jahre in der Zukunft spielt, gab es auch ein paar Dinge, die der heutigen Technik noch nicht ganz entsprechen, wie zum Beispiel den SAM (Self Assembly Machine). Eine Art elektronischer Avatar in einem Plastikkristall. Dieser hochintelligente Pixelfreund hilft Cat in dem Buch bei ihrer Reise durch den Dschungel indem er ihr Auskunft über Pflanzen, Tiere etc. gibt.
Die Geschichte ist einfach nur fesselnd, von Anfang bis Ende, man will das Buch gar nicht mehr weglegen und die 400 Seiten vergehen viel zu schnell.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, war, dass diese Story mal etwas anderes war, und ich zur Abwechslung mit dem Ende eines Buches zufrieden war: Kein Cliffhanger und es hat sich auch nicht zu einer unrealistischen Liebesschnulze gewandelt.

Fazit:
Ein packender Roman mit fesselndem Mittelteil und überraschend faszinierendem Schluss. Sehr angenehmer Schreibstil und ausgearbeitete Charaktere. Ich kann das Buch wirklich jedem nur ans Herz legen!

Über die Autoren:
Katja Brandis, geboren 1970, studierte Germanistik, Anglistik und Amerikanistik und arbeitete als Journalistin. Inzwischen hat sie zahlreiche Kinder- und Jugendbücher veröffentlicht und ist Mitglied in mehreren Naturschutzorganisationen. Sie lebt mit ihrem Mann und Sohn in der Nähe Münchens.

Hans-Peter Ziemek, geboren 1960, arbeitet als Biologe und ist Professor für Biologiedidaktik. Er arbeitete über zehn Jahre in einem Naturschutzzentrum und er und Katja Brandis veröffentlichten gemeinsam bereits den Unterwasserroman „Ruf der Tiefe“.